Das LMW

sammelt und forscht

Das LMW sammelt und forscht

Sammeln und Forschen gehören zum Herzstück der Arbeit im Landesmuseum Württemberg. Dies tun wir auf ganz unterschiedliche Weise: In Erschließungsprojekten, gemeinsam mit Community Kurator*innen in der Sammlungswerkstatt oder durch spannende Neuzugänge in unseren Sammlungen.

Brustbild Bernhard Pankoks, der einen Zeichenstift in der Hand hält
LMW (Public Domain Mark 1.0)

Erschließungsprojekte in der Kunst- und Kulturgeschichte

Dank einer Förderung durch die Stiftung Kulturgut des Landes Baden-Württemberg konnte der große Bestand von Entwurfszeichnungen des einflussreichen Künstlers, Architekten und Entwerfers Bernhard Pankok (1872-1943) erschlossen und online publiziert werden. Über 3.000 Entwürfe, zum Beispiel für ein Zimmer auf der Weltausstellung in Paris 1900, das Haus Lange in Tübingen (1901/02), die Ausstattung von Zeppelinluftschiffen (1911 und 1920) oder das Gebäude der Stuttgarter Kunstgewerbeschule (1913) sind nun online verfügbar.

Finanziert vom Numismatischen Verbund in Baden-Württemberg bearbeitete Sophie Marie Daschner, Studentin der Kunstgeschichte in Heidelberg, Münzen und Medaillen aus württembergischen Städten. Frau Daschner maß, wog und fotografierte die Objekte und gab die wichtigsten Informationen in die Datenbank ein. Rund 120 Münzen und Medaillen sind nun in der Sammlung online des LMW abrufbar.

 

Autor*innen: Matthias Ohm und Maiike van Rijn

Wir danken der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg für die Förderung.

 

Logo des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Sammlungswerkstatt im Museum der Alltagskultur

Die erste Sammlungswerkstatt zum Thema „Familie und Migration“ im Museum der Alltagskultur eröffnet eine Reihe, in der Begegnungen mit der Sammlung ermöglicht, Sammlungslücken thematisiert und die Sammlung partizipativ erweitert wird.

Vier Community Kurator*innen setzten sich 2023 auf Einladung des Museums in einem Zeitraum von mehreren Monaten mit ausgewählten Sammlungsobjekten und ihren Geschichten auseinander: eine Haarschneidemaschine, ein gerahmtes Wandbild und ein Poesiealbum. Daraus hervor gingen neue Perspektiven auf die Objekte und Projektideen, die zur Auseinandersetzung mit den Migrationsgeschichten der Objekte einladen.

Die Projektergebnisse wurden in einer räumlichen Übersetzung der Sammlungswerkstatt im Museum sichtbar gemacht. Auch Museumsbesucher*innen können in der Sammlungswerkstatt aktiv werden und ein Objekt für die Sammlung vorschlagen. Alle eingereichten Objektvorschläge werden regelmäßig im Sammlungsteam des Museums diskutiert und ausgewählt.

 

Autorin: Raffaela Sulzner

Weißes Regal mit Objekten und Objektbeschreibungen. Ein weißer Tisch und Sitzbänke stehen vor dem Regal.
LMW (CC BY-SA 4.0)

Wir danken unserem Förderer

Logo der Kulturstiftung der Länder

Neuzugänge in den Sammlungen

Seit 2024 bereichert ein bedeutendes Zeugnis aus dem Leben einer gesellschaftlich benachteiligten Person die Sammlung kleinformatiger Porträts und Miniaturen des Landesmuseums Württemberg: das Selbstporträt des „Fußkünstlers“ Theodor Steib.

Steib, der ohne Arme geboren wurde, machte die in seiner Zeit weit verbreitete Faszination für das „Ungewöhnliche“ zu seinem Geschäftsmodell. Auf Märkten im deutschen Südwesten führte er vor, wie er mit den Füßen schrieb oder Scherenschnitte anfertigte, und verkaufte anschließend seine Arbeiten. In diesem Zusammenhang entstand auch sein Selbstporträt – das einzige erhaltene Zeugnis seiner Tätigkeit als Maler.

Darin zeigt sich Steib vermutlich so, wie er wahrgenommen werden wollte: als gebildeter und kunstfertiger Maler. Dieses seltene, selbstbestimmte Eigenbild einer körperlich behinderten Person aus der Frühen Neuzeit konnte das Landesmuseum Württemberg mit Unterstützung von Lottomitteln aus Privatbesitz erwerben.

 

Autor: Marian Elsenheimer

Ein kleines, farbiges Portrait: Darauf ein Fußmaler mit Utensilien.
LMW, J. Leliveldt, A. Lohmann (Public Domain Mark 1.0)

Erworben mit Lotto-Mitteln.

Weitere, ausgewählte Neuzugänge in unseren Sammlungen

Kannen, Tassen und Schalen.
LMW, J. Leliveldt, A. Lohmann (CC BY SA-4.0)

Service mit Schlachtendarstellungen

Das 56-teilige vollständige Kaffee-, Tee- und Schokoladenservice wurde um 1775 in der Ludwigsburger Porzellanmanufaktur hergestellt. Das mit Lotto-Mitteln erworbene Service zeigt wahrscheinlich Szenen der Schlacht von Belgrad 1717 während des Kriegs gegen die Osmanen, an denen Carl Alexander von Württemberg teilnahm.

Sammelaufnahme von insgesamt sechs Medaillen
LMW, J. Leliveldt, M. Damian (CC BY 4.0)

10 Schulpreismedaillen

Aus Familienbesitz erhielt das Münzkabinett ein Ensemble von Preismedaillen der Wilhelms-Realschule in Stuttgart mit zugehörigen Etuis: In jedem seiner 10 Schuljahre von 1905 bis 1914 erhielt der Schüler eine Auszeichnung „für Fleiß und gute Sitten“.

Secret Link