19.7.2024 – 9.3.2025

Ein gut Theil Eigenheit

Lebenswege früher Archäologinnen

Frauen prägten die archäologische Forschung im deutschsprachigen Raum von Anfang an mit. Ihre Arbeit war zu ihrer Zeit durchaus anerkannt – doch über die Jahrzehnte gerieten viele von ihnen und ihre Leistungen in Vergessenheit.

9.000 Besucher*innen vor Ort
Ausstellungsgestaltung und -grafik: Nicole Westphal, Atelier für Kommunikationsgestaltung

Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen, deren Namen viele kennen, sind frühe Archäologinnen im Gedächtnis der Öffentlichkeit oft nicht mehr präsent. Die Ausstellung „Ein gut Theil Eigenheit – Lebenswege früher Archäologinnen“ rückte ihre Biografien und ihr Wirken wieder ins öffentliche Bewusstsein.

 

Im Ständesaal des Alten Schlosses präsentierte das LMW ausgewählte Biografien von Frauen aus dem deutschsprachigen Raum, die in unterschiedlichen Bereichen der Archäologie tätig waren. Das Zitat „Mir wohnt ein gut Theil Eigenheit inne“ stammt von der bedeutenden deutschen Prähistorikerin und Museumsdirektorin Johanna Mestorf aus Kiel. Mit diesen Worten beschrieb sie 1865 ihren eigenständigen Weg in der archäologischen Forschung.

Die Wanderausstellung ist Teil des Forschungs- und Vermittlungsprojekts „AktArcha – Akteurinnen archäologischer Forschung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften: im Feld, im Labor, am Schreibtisch“ (Universität der Bundeswehr München, gefördert im BMBF Themenschwerpunkt „Frauen in Wissenschaft, Forschung und Innovation: Leistungen und Potenziale sichtbar machen, Sichtbarkeit strukturell verankern“).

Vor ihrer Station in Stuttgart war die Ausstellung bereits im Museum August Kestner in Hannover zu sehen.

Drei Wandportraits mit Texttafeln.
LMW. Jonathan Leliveldt, Alexander Lohmann (CC BY 4.0)

„Ein gut Theil Eigenheit – Lebenswege früher Archäologinnen“ ist auch als virtuelle Ausstellung im Portal der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) zu entdecken. Die Ausstellungsinhalte wurden dafür leicht gekürzt und für die digitale Nutzung aufbereitet.

Die virtuelle Ausstellung macht die Inhalte dauerhaft und ortsunabhängig zugänglich – für die Wissenschaft ebenso wie für ein interessiertes Publikum.

Zur DDB Ausstellung

Screenshot von Titel und Titelbild der virtuellen Ausstellung in der DDB.
Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte, F 5025 (CC BY-NC-SA 4.0)

Autor*innen: Lucie Böttger & Astrid Fendt

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