27.10.2024 – 4.5.2025

PROTEST! Von der Wut zur Bewegung

Erlebnisausstellung im Alten Schloss

Wofür würde ich auf die Straße gehen oder protestieren? Für Freiheit und Gerechtigkeit? Für oder gegen einen unterirdischen Bahnhof? Und wie weit gehe ich dabei? Fragen wie diese begleiteten die Besucher*innen durch die interaktive Erlebnisausstellung „PROTEST! Von der Wut zur Bewegung“.

26.000 Besucher*innen
Ausstellungsgestaltung: Studio Colpe
Ausstellungsgrafik: Isabel Grassmann

Die Ausstellung nahm Protest als jahrhunderteübergreifendes und zugleich hochaktuelles Thema in den Blick. Einen neuen Weg ging das LMW mit der interaktiven und immersiven Gestaltung der Präsentation.

 

Eingang zur Ausstellung mit großem Banner mit der Aufschrift "Protest!"
LMW, J. Leliveldt, A. Lohmann (CC BY 4.0)

Mitmachen, entscheiden, abstimmen und selbst aktiv werden: So erschlossen sich die Besucher*innen die Inhalte der Ausstellung und erlebten die Welt des Protests auf unmittelbare Weise. Gleichzeitig regte „PROTEST!“ dazu an, mitzudiskutieren und eigene Positionen zu hinterfragen.

Im Haus der Musik im Fruchtkasten widmete sich „PROTEST wird laut!“ der Protestmusik in Württemberg. Vom strafrechtlich verfolgten Bauernkriegslied bis zum gemeinsamen Gesang bei Demonstrationen gegen Atomkraft und Klimakrise machte die Präsentation deutlich, welche Kraft Musik und Stimme im Protest entfalten können.

 

Das hochkarätig besetzte Rahmenprogramm zur Ausstellung überzeugte durch starke Stimmen aus Medien, Politik und Wissenschaft. Zu den Highlights zählten zwei von Dunja Hayali moderierte Podien: eine Debatte zur Protest-Historie Baden-Württembergs, unter anderem mit Rezzo Schlauch und Peter Grohmann, sowie eine Diskussion über Wege politischer Teilhabe, unter anderem mit Jürgen Trittin und Carla Hinrichs.

Die renommierte Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Aleida Assmann beleuchtete in einem Vortrag den Zusammenhang zwischen Utopie, Protest, Vergangenheitsbezug und Zukunftsvision.

 

LMW, J. Leliveldt (InC)

Auch in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg im Bund in Berlin fand ein diskussionsfreudiges Podium zum Thema Medien und ihre Rolle im Rahmen von Protesten statt.

 

Autorinnen: Maaike van Rijn, Silke Röttgers & Charlotte Schönebeck

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